Reportagen und Medienmitteilungen
Tauchen Sie ein in spannende Geschichten, bewegende Einblicke und überraschende Perspektiven aus der Region.
Auf dieser Seite finden Sie Reportagen, die näher hinschauen, Hintergründe beleuchten und Menschen, Projekte sowie Entwicklungen aus der Region lebendig erzählen. Ob gesellschaftliche Themen, lokale Ereignisse oder inspirierende Persönlichkeiten – hier entdecken Sie Inhalte, die informieren, berühren und zum Weiterdenken anregen.
Lassen Sie sich mitnehmen hinter die Kulissen des Alltags, erfahren Sie mehr über das, was unsere Region bewegt, und entdecken Sie Geschichten, die sonst oft im Verborgenen bleiben. Neugierig geworden? Dann stöbern Sie durch unsere Beiträge und erleben Sie die Ostschweiz aus neuen Blickwinkeln.
- Wie weit soll das alles noch gehen?
- Österliche Tradition, die verbindet: Geschmückte Brunnen zaubern Freude in Guntershausen
- Künstliche Intelligenz verständlich erklärt
- Digitale Hilfsmittel und KI im Kurswesen
- Abschieds- und Vorstellungsfeier bei Garage SLANINA / Bachgarage GmbH
- Eine wachsende Stadt ohne Ärzte für neue Patienten
Wie weit soll das alles noch gehen?
Digitalisierung zwischen Fortschritt und Überforderung
Die Digitalisierung ist längst fester Bestandteil unseres Alltags geworden. Sie verspricht Effizienz, Komfort und Fortschritt. Doch je stärker sie voranschreitet, desto häufiger stellt sich eine kritische Frage: Wie weit soll das alles noch gehen – und zu welchem Preis?
Mehr Technik – weniger Zeit für Menschen
Ein Blick in die Pflege zeigt die Kehrseite besonders deutlich. Pflegefachpersonen berichten zunehmend, dass sie einen grossen Teil ihrer Arbeitszeit nicht mehr bei den Patientinnen und Patienten verbringen, sondern am Computer. Jede Handlung, jede Beobachtung, jede kleine Veränderung muss minutiös erfasst werden.
Dabei geht es nicht nur um Abrechnungen. Vieles davon sind statistische Erhebungen, die von Behörden vorgegeben werden. Die Folge: Statt zuzuhören, zu pflegen und menschlich präsent zu sein, sitzen Fachkräfte oft minutenlang vor Bildschirmen – nach jedem Handgriff. Zeit, die eigentlich den Menschen gehören sollte, geht verloren.
Bargeldlos – freiwillig oder doch erzwungen?
Für manche ist das bequem. Für andere – insbesondere ältere Menschen oder Personen ohne Zugang zu moderner Technik – wird der Zugang zum Alltag zunehmend erschwert.
Wenn alles nur noch per App funktioniert
Ob Bahnfahrten, Busbillette oder Informationen: Immer mehr Dienstleistungen werden ausschliesslich digital angeboten. Wer etwa ein Ticket kaufen möchte, ist heute häufig auf eine App angewiesen. Was früher am Schalter erledigt werden konnte, wird zunehmend ins Digitale verlagert.
Gleichzeitig setzen Unternehmen und Behörden verstärkt auf automatisierte Antworten durch Künstliche Intelligenz. Persönlicher Kontakt wird durch Chatbots ersetzt, der Support durch digitale Systeme. Das mag effizient sein – doch nicht immer hilfreich, wenn es wirklich um individuelle Anliegen geht.
Nachhaltigkeit – ein Widerspruch?
Paradoxerweise wird Digitalisierung oft mit Nachhaltigkeit begründet. Weniger Papier, weniger Ressourcen – das klingt überzeugend. Doch ein genauerer Blick zeigt auch die Schattenseite: Wer sein Smartphone, Tablet oder seinen Computer nicht alle paar Jahre erneuert, läuft Gefahr, ausgeschlossen zu werden. Programme funktionieren nicht mehr, Dienste werden eingestellt oder sind nur noch mit aktueller Technik nutzbar. So entsteht ein indirekter Druck, ständig neue Geräte anzuschaffen – mit entsprechenden ökologischen und finanziellen Folgen.
Hinzu kommt ein oft unterschätzter Faktor: der Energieverbrauch. Server, Rechenzentren, Datenübertragungen und die ständige Nutzung digitaler Dienste benötigen enorme Mengen an Strom. Mit jedem neuen Online-Dienst, jeder App und jeder automatisierten Anwendung wächst auch der Energiebedarf der digitalen Infrastruktur spürbar an. Was im Alltag unsichtbar bleibt, hat global betrachtet einen erheblichen ökologischen Fussabdruck.
Fortschritt braucht Mass und Menschlichkeit
Digitalisierung ist nicht grundsätzlich negativ. Sie hat unser Leben in vielerlei Hinsicht erleichtert und neue Möglichkeiten geschaffen. Doch sie darf nicht zum Selbstzweck werden.
Es braucht einen bewussten Umgang mit Technologie – einen, der den Menschen in den Mittelpunkt stellt. Wahlfreiheit, Zugänglichkeit und echte Entlastung sollten dabei im Vordergrund stehen. Denn Fortschritt bedeutet nicht nur, mehr zu können – sondern auch, das Wesentliche nicht aus den Augen zu verlieren.
Ein Appell an die Politik
Gerade deshalb ist auch die Politik gefordert. Gesetzgeber und Entscheidungsträger sind in der Verantwortung, die Interessen der gesamten Bevölkerung zu vertreten – nicht nur die der wirtschaftlich starken Akteure oder einzelner Lobbys. Digitalisierung darf nicht dazu führen, dass bestimmte Bevölkerungsgruppen abgehängt oder übergangen werden.
Es braucht Regeln, die Fairness, Zugänglichkeit und Wahlfreiheit sichern. Und es braucht den Mut, auch einmal Grenzen zu setzen, wenn Entwicklungen zwar technisch möglich, aber gesellschaftlich fragwürdig sind.
Denn letztlich betrifft diese Entwicklung uns alle. Und wer heute Entscheidungen trifft, wird selbst eines Tages auf ein System angewiesen sein, das verständlich, zugänglich und menschlich bleibt.
Oder anders gesagt: Auch die Verantwortlichen von heute werden älter – und dann froh sein, wenn die Welt nicht nur digital, sondern auch noch menschlich funktioniert.
Text: Christian Blattner 11.04.2026
Besten Dank an die Redaktion der Elgger/Aadorfer Zeitung fürs veröffentlichen!
Österliche Tradition, die verbindet: Geschmückte Brunnen zaubern Freude in Guntershausen
April. 2026 - In Guntershausen und der umliegenden Region zeigt sich jedes Jahr zur Osterzeit eine ganz besondere Tradition: Liebevoll geschmückte Brunnen verwandeln das Dorf in ein farbenfrohes Frühlingsbild.
Mit viel Engagement, Kreativität und Herzblut werden die Brunnen dekoriert – ein Einsatz, der alles andere als selbstverständlich ist. Gerade in der heutigen, oft hektischen Zeit ist diese Geste von unschätzbarem Wert. Sie schenkt uns einen Moment des Innehaltens, zaubert ein Lächeln ins Gesicht und bringt ein Stück Gemeinschaft und Freude zurück in den Alltag.
Ein herzliches Dankeschön an alle, die Jahr für Jahr ihre Zeit und Mühe investieren, um diese wunderschöne Tradition lebendig zu halten. Ihr bereichert damit nicht nur das Dorfbild, sondern auch die Herzen der Menschen, die daran vorbeigehen.
Regionales Ostschweiz
Guntershausen
Künstliche Intelligenz verständlich erklärt
Bürglen 9.03.2026 - Rund 40 interessierte Besucherinnen und Besucher fanden sich am Montag im evangelischen Kirchgemeindehaus in Bürglen zu einem besonderen Seniorennachmittag ein. Die Veranstaltung wurde von der Politischen Gemeinde Bürglen organisiert und widmete sich einem Thema, das derzeit weltweit für Gesprächsstoff sorgt: der Künstlichen Intelligenz (KI). Als Referent eingeladen war Christian Blattner, der als Vertreter von Pro Senectute einen verständlichen Einblick in die digitale Zukunft gab.
Unter dem Titel «Einführung in Künstliche Intelligenz – eine Übersicht» erklärte Blattner zunächst in einfachen Worten, was sich hinter dem Begriff KI verbirgt. Dabei zeigte er auf, dass künstliche Intelligenz im Grunde Computersysteme beschreibt, die Aufgaben übernehmen können, für die normalerweise menschliches Denken nötig ist – etwa beim Lernen, beim Analysieren grosser Datenmengen oder beim Lösen komplexer Probleme.
Anschliessend führte der Referent die Zuhörerinnen und Zuhörer auf eine kurze Reise durch die Geschichte der KI. Bereits in den 1950er-Jahren wurde der Begriff geprägt, und seither hat sich die Technologie stetig weiterentwickelt. Während in den Anfangsjahren vor allem einfache Programme und sogenannte Expertensysteme im Mittelpunkt standen, ermöglichen moderne Rechnerleistungen heute deutlich leistungsfähigere Anwendungen.
Ein besonderer Schwerpunkt des Vortrags lag auf den vielfältigen Einsatzmöglichkeiten künstlicher Intelligenz.
So wird KI heute unter anderem in der Medizin eingesetzt, etwa bei der Auswertung von Röntgenbildern oder bei den Empfehlungen von Behandlungsplänen. Auch im Verkehr, in der Indust-rie, im Finanzwesen sowie in vielen Alltagsanwendungen spielt sie bereits eine wichtige Rolle.
Neben den Chancen sprach Blattner auch über mögliche Risiken und Herausforderungen.
Themen wie Datenschutz, ethische Fragestellungen oder die Auswirkungen auf Arbeitsplätze gehören zu den zentralen Diskussionen rund um die KI. Entscheidend sei, so der Referent, dass der Mensch weiterhin verantwortungs-
voll mit dieser Technologie umgeht und ihre Entwicklung aktiv mitgestaltet.
Im Anschluss an den Vortrag entwickelte sich eine lebhafte Fragerunde.
Besonders interessierten sich die Anwesenden für aktuelle Betrugsmaschen im Zusammenhang mit moderner Technik. Fragen zu Bildfälschungen durch künstliche Intelligenz, zum sogenannten Enkeltrick oder zu betrügerischen Telefonanrufen standen dabei im Mittelpunkt. Der Referent erläuterte, wie solche Täuschungen funktionieren und worauf man im Alltag achten sollte.
Der Nachmittag klang schliesslich bei Kaffee und Kuchen in gemütlicher Atmosphäre aus.
Dabei ent-standen zahlreiche Gespräche unter den Teilnehmenden sowie mit dem Referenten. Der Anlass zeigte deutlich, dass auch bei der älteren Generation ein grosses Interesse an neuen Technologien besteht – insbesondere dann, wenn sie verständlich erklärt werden und einen direkten Bezug zum Alltag haben.
Text: Christian Blattner
Fotos: Nicole Kläger
Digitale Hilfsmittel und KI im Kurswesen
Weinfelden 21.02.2026 - Herzlichen Dank an die Pro Senectute Thurgau für das Vertrauen und die Einladung, vor den Kursleitenden zum Thema „Digitale Hilfsmittel und KI im Kurswesen“ sprechen zu dürfen.
Digitale Werkzeuge spielen auch in der Erwachsenenbildung eine immer wichtigere Rolle. Mit KI steht heute ein Instrument zur Verfügung, das Kursleitende ganz konkret bei der Planung, Vorbereitung und Strukturierung ihres Unterrichts unterstützen kann – unabhängig davon, ob sie Gymnastik-, Sprach-, Handwerks- oder IT-Kurse leiten.
In meinem Vortrag ging es bewusst nicht um technische Details, sondern um einen praxisnahen und realistischen Einstieg in die Arbeit mit KI.
Im Zentrum stand die Frage, wie künstliche Intelligenz den Kursalltag konkret erleichtern kann – sei es bei der effizienteren Erstellung von Kursunterlagen, bei der strukturierten Planung von Lektionen oder bei der Entwicklung neuer Ideen für Übungen, Abläufe und Lernsequenzen.
Ziel war es, Berührungsängste abzubauen und aufzuzeigen, dass KI kein Ersatz für Persönlichkeit, Erfahrung und pädagogisches Feingefühl ist – sondern ein Werkzeug, das Freiräume schafft für das, was wirklich zählt: die Arbeit mit Menschen.
Der offene Austausch und das grosse Interesse der Teilnehmenden haben einmal mehr gezeigt, wie wichtig es ist, digitale Entwicklungen verständlich und praxisorientiert zu vermitteln.
Vielen Dank für die wertschätzende Zusammenarbeit und das Engagement aller Beteiligten!
Abschieds- und Vorstellungsfeier bei Garage SLANINA / Bachgarage GmbH
Balterswil, 14.02.2026 - Trotz Valentinstag herrschte eine ausgelassene und warme Stimmung: Die Abschieds- und Vorstellungsfeier der Garage wurde zu einem gelungenen Treffpunkt für Kundschaft, Partner und Freunde.
Zwischen Rückblick und Neuanfang lag eine spürbare Mischung aus Dankbarkeit, Vorfreude und guter Laune.
Im Aussenbereich sorgte ein gemütliches kulinarisches Angebot für echtes Festgefühl. Frisch gegrillte Bratwürste und Servelats lockten ebenso wie feines Raclette mit Kartoffeln und Gewürzgürkchen – eine Kombination, die bei den Gästen hervorragend ankam. Dazu standen verschiedenste Getränke bereit, sodass für jeden Geschmack etwas dabei war.
Elegante Stehtische luden zum Verweilen ein und boten den perfekten Rahmen für angeregte Gespräche.
Richtig lebendig wurde es durch die vielen Begegnungen: Richi, Monika und Ismail unterhielten sich eifrig mit ehemaligen sowie zukünftigen Kundinnen und Kunden, Partnern und Freunden der Garage. Die Atmosphäre war offen, herzlich und geprägt von persönlichem Austausch.
Am Ende des Events zeigte sich deutlich: Die Gäste waren begeistert. Die Feier verband Abschied und Aufbruch auf sympathische Weise und setzte ein starkes Zeichen für Kontinuität und neue Perspektiven – getragen von Gemeinschaft, guter Stimmung und echter Verbundenheit zur regionalen Garage.
Text und Fotos Christian Blattner
Abschied und Neuanfang – ein Gruss von Blattner Training & Consulting
Wir wünschen Richi und Monika Slanina alles Gute für den wohlverdienten Ruhestand in Thailand und bedanken uns herzlich für die langjährige Kundentreue sowie die stets angenehme Zusammenarbeit.
Ismail Mustafi und der Bachgarage GmbH wünschen wir einen erfolgreichen Start und viel Erfolg am Standort der ehemaligen Garage Slanina. Für die Zukunft freuen wir uns auf eine weiterhin gute und partnerschaftliche Zusammenarbeit.
Eine wachsende Stadt ohne Ärzte für neue Patienten
Aadorf entwickelt sich rasant – bald kann man Aadorf eine Stadt nennen. Doch was fehlt in dieser wachsenden Gemeinde? Ärzte, die neue Patienten annehmen!
Wer in Aadorf oder im gesamten Hinterthurgau einen Hausarzt sucht, hört immer dasselbe: "Wir sind überlastet. Gehen Sie ins Spital, wenn es dringend ist." Ein Skandal, der nicht nur die betroffenen Patienten verzweifeln lässt, sondern auch jetzt schon hohen Gesundheitskosten noch mehr in die Höhe treibt.
Wer nichts tut, ist die Politik
Und wo bleibt die Politik? Wo sind die Entscheider, die dafür sorgen, dass Ärzte eine Chance erhalten und sich in unserer Region niederlassen? Stattdessen gibt es leere Versprechungen – von jeder Partei, zu jeder Wahl. Grossartige Programme, wohlklingende Slogans, aber keine Taten. Die Konsequenz? Immer weniger Allgemeinmediziner, immer längere Wartezeiten und immer höhere Krankenkassenprämien. Wer überhaupt noch einen Hausarzt hat, darf sich glücklich schätzen – alle anderen bleiben auf der Strecke.
Notfallstation statt Hausarzt
Die Alternative? Der Gang ins Spital. Eine Kleinigkeit wie eine Erkältung oder ein entzündeter Zeh – ab in den Notfall! Und dann wundert man sich, dass die Notaufnahmen überlastet sind und die Gesundheitskosten explodieren. Aber das ist wohl einfacher, als sich ernsthaft um Lösungen zu bemühen.
Zeit für echte Massnahmen!
Die Region braucht dringend Anreize für Ärzte, die sich hier niederlassen wollen. Zuschüsse, praxisfreundliche Bedingungen, weniger Bürokratie – es gibt viele Möglichkeiten. Doch solange die Politik lieber Sonntagsreden hält, statt zu handeln, wird sich nichts ändern.
Aadorf verdient mehr als eine Gesundheitsversorgung, die nur noch auf Notfallbetrieb läuft. Es ist Zeit für Druck auf die Politik – und für eine Lösung, bevor unser Gesundheitssystem in der Region vollends kollabiert.
Text: Christian Blattner